beschneiden

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be|schnei|den [bə'ʃnai̮dn̩], beschnitt, hat beschnitten <tr.; hat:
1. durch Schneiden kürzen, in die richtige Form bringen:
die Äste der knorrigen Bäume beschneiden; Papier, Bretter beschneiden.
Syn.: 1 scheren, schneiden, 2 stutzen.
2. (geh.) geringer, eingeschränkter, begrenzter werden lassen:
jmdm. seine Freiheit, seine Hoffnung beschneiden; jmdn. in seinen Rechten beschneiden; jmds. Rechte beschneiden.
Syn.: beschränken, einengen, herabsetzen, kürzen, mindern, reduzieren, schmälern, verkleinern, vermindern, verringern.
3. (aus rituellen oder medizinischen Gründen) einem Mann die Vorhaut, (aus rituellen Gründen) der Frau die Klitoris bzw. die kleinen Schamlippen entfernen:
den Jungen beschneiden; sie wurde beschnitten.

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be|schnei|den 〈V. tr. 224; hat
1. etwas \beschneiden
1.1 den Rand glattschneiden von (Papier, Leder, Stoff usw.)
1.2 kürzer machen, stutzen, zurückschneiden (Äste, Bart, Bäume, Finger-, Fußnägel)
1.3 〈fig.〉 herabsetzen, einschränken, schmälern (Ausgaben, Löhne, Rechte)
2. jmdn. \beschneiden eine Beschneidung (2) an jmdm. vornehmen
● die Bogen eines Buches \beschneiden; einem Vogel die Flügel \beschneiden; jmds. Freiheit od. jmdm. die Freiheit \beschneiden

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be|schnei|den <unr. V.; hat [mhd. besnīden, ahd. bisnīdan]:
1.
a) durch Schneiden kürzen, in die gewünschte Form bringen:
Obstbäume b.;
[einem Kind, sich] die Fingernägel b.;
b) am Rand gerade, glatt schneiden; überflüssige, zu breite Randstreifen wegschneiden:
Bretter b.;
die Buchblöcke werden vor dem Binden beschnitten.
2. schmälern, einschränken, kürzen:
jmds. Rechte b.;
jmdn. in seinem Einkommen b.
3. (aus rituellen od. medizinischen Gründen) jmdm. die Vorhaut, (aus rituellen Gründen) jmdm. die Klitoris od. die kleinen Schamlippen entfernen.

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Beschneiden,
 
Gartenbau: das Abtrennen nicht tragender und damit entbehrlicher Triebe oder Wurzeln, um ihre Neubildungen an anderer Stelle anzuregen und dadurch z. B. langfristig gleich bleibenden Fruchtansatz zu erhalten, oder zur Formgebung (Hecken-, Kronenschnitt; Pinzieren).

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be|schnei|den <unr. V.; hat [mhd. besnīden, ahd. bisnīdan]: 1. a) durch Schneiden kürzen, in die gewünschte Form bringen: Hecken, Obstbäume b.; einem Vogel die Flügel b.; [einem Kind, sich] die Fingernägel b.; manchmal passiert es den Haaren, dass sie beschnitten werden (Mayröcker, Herzzerreißende 62); b) am Rand gerade, glatt schneiden; überflüssige, zu breite Randstreifen wegschneiden: Papier, Fotos, Bretter b.; die Buchblocks werden vor dem Binden beschnitten. 2. schmälern, einschränken, kürzen: jmds. Rechte b.; jmdn. in seinem Einkommen, in seinen Rechten b.; statt das Gesamtschulkonzept immer mehr zu b., muss es ausgebaut werden (elan 2, 1980, 29); Es gehe nicht an, den Umfang der Steuersenkung zu b. (BM 14. 6. 84, 18). 3. (aus rituellen od. medizinischen Gründen) jmdm. die Vorhaut, (aus rituellen Gründen) jmdm. die Klitoris od. die kleinen Schamlippen entfernen: Als Itzig Finkelstein beschnitten wurde (Hilsenrath, Nazi 10); Experten glauben, dass etwa 20 000 in Deutschland lebende Afrikanerinnen beschnitten sind (SZ 23. 3. 99, 1).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • beschneiden — beschneiden …   Deutsch Wörterbuch

  • Beschneiden — Beschneiden, verb. irreg. act. (S. Schneiden,) von einer Sache etwas abschneiden, an derselben schneiden. Ducaten beschneiden. Einem Vogel die Flügel beschneiden. Eine Hecke, den Wein, die Bäume beschneiden. Ein Buch beschneiden, bey den… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • beschneiden — V. (Mittelstufe) etw. durch Schneiden kürzen und in eine bestimmte Form bringen Synonym: stutzen Beispiel: Die Hecke muss beschnitten werden. Kollokation: einem Vogel die Flügel beschneiden beschneiden V. (Aufbaustufe) etw. auf ein geringeres Maß …   Extremes Deutsch

  • Beschneiden — Beschneiden, 1) mit einem scharfen Werkzeug das Überflüssige einer Sache wegschneiden; bes. 2) jungen Bäumen u. Weinstöcken (s.d.) das überflüssige Holz abschneiden, damit sie mehr Früchte tragen u. ein gutes Ansehen bekommen; geschieht… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Beschneiden — Beschneiden. 1. Das Glätten und Reinigen der heißen, geschmiedeten, zur Drahtfabrikation bestimmten Silberstangen mit dem Beschneidmesser auf der Beschneidbank, wobei starke Späne fortgenommen werden. Die Weiterverarbeitung erfolgt im Ziehstock.… …   Lexikon der gesamten Technik

  • beschneiden — ↑ schneiden …   Das Herkunftswörterbuch

  • Beschneiden — Zurechtschneiden; Abschneiden * * * be|schnei|den [bə ʃnai̮dn̩], beschnitt, hat beschnitten <tr.; hat: 1. durch Schneiden kürzen, in die richtige Form bringen: die Äste der knorrigen Bäume beschneiden; Papier, Bretter beschneiden. Syn.: 1↑… …   Universal-Lexikon

  • beschneiden — be·schnei·den; beschnitt, hat beschnitten; [Vt] 1 etwas beschneiden etwas mit einer Schere o.Ä. kürzer machen <eine Hecke, die Rosen beschneiden; einem Vogel die Flügel beschneiden> 2 (jemandem) etwas beschneiden; jemanden in etwas (Dat)… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • beschneiden — 1. ausdünnen, auslichten, kappen, kürzen, lichten, putzen, scheren, schneiden, stutzen, verschneiden, zurechtstutzen, zurückschneiden; (veraltet): schnäuzen; (Fachspr.): kupieren. 2. begrenzen, einengen, eingrenzen, einschränken, herabsetzen,… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Beschneiden — Beschneidung (mhd: besnîden „stutzen, zurückschneiden“) steht für: Beschneidung, Methoden, um Wachstum und Fruchtentwicklung von Pflanzen zu beeinflussen, siehe Schnitt (Gartenbau) Beschneidung, kulturell, rituell, ästhetisch oder medizinisch… …   Deutsch Wikipedia

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